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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Katarakt- manchmal blind und manchmal weniger?


Piper
12.07.2014, 20:58
Hallo,
ich kopiere mal meinen Text aus der Vorstellung rein, denn da habe ich bereits alle Fakten genannt:
Unsere Hündin Piper (12 Jahre, kleiner Mischling) ist leider vor einem halben Jahr an Grauem Star erkrankt. Erst hatte sich "nur" die linke Linse getrübt, die rechte Linse kaum. Die linke Linse wurde innerhalb von gerade mal 2 Wochen so trüb, dass Piper auf diesem Auge nicht mehr sehen konnte. Da das andere Auge bzw. die andere Linse auch bereits anfing, sich zu trüben (wenn auch wie gesagt wesentlich langsamer) haben wir uns zu einer OP entschieden. Am 12.12.2013 bekam unsere Pipi eine Kunstlinse. Die OP verlief gut, und nach 2 Wochen "Trichterzeit" waren wir sehr zufrieden.
So weit so gut. Leider bekam sie am 06.03.2014 plötzlich ein Glaukom (der Augeninnendruck stieg dramatisch an), wir sind sofort in die Klinik. Leider hat sich die Netzhaut an besagtem Auge abgelöst, sie erblindete- die OP für unseren Hund war damit für die Katz´....
Auch damit konnte sie gut leben, sie hatte ja noch das andere, "leicht getrübte" Auge. Vor ca. 10 Tagen dann fing Pipi an, sich immer mit der Pfote über das "sehende" Auge zu wischen, und stieß auch immer mehr (draußen) gegen Gegenstände etc. Wir wieder in die Klinik, mit dem Ergebnis, dass die Linsentrübung nicht nur augenscheinlich, sondern auch tatsächlich weit fortgeschritten ist. Das war letzte Woche. Seit gestern sieht unsere Maus so gut wie nichts mehr....Kommt Zuhause damit aber super zurecht, draußen müssen wir uns alle nun etwas umgewöhnen. Allerdings sieht sie manchmals wirklich nichts (wir machen Reaktionstests), und dann wieder, etwas später, reagiert sie in einem bestimmten Winkel- da sieht sie dann doch wieder was :c0301: Hat jemand von euch sowas auch schon bei seinem Hund erlebt? Das ist doch komisch, mal sieht sie gar nichts, stößt gegen Gegenstände, dann wieder kann sie meinem Finger folgen (in einem bestimmten Winkel)....

Ich habe nun ein wenig im Web gestöbert, da gibt es eine "Dr. Waterloh-Therapie", die vielleicht helfen kann. Hat da jemand Erfahrungen?

Die Linsentrübung auf dem "nicht operierten und jetzt auch blinden" Auge (also auf dem rechten Auge) ist manchmal heftiger, manchmal weniger heftig. Der Tierarzt in der Klinik meint, dass das nicht sein kann- aber wir sind doch auch nicht doof....:mx35:

Hatte jemand das auch schon bei seinem Hund?

Alex70
13.07.2014, 12:17
Unser Emmachen (Golden Retriever Mädel 12,5 Jahre alt) haben wir auch schon vor ca. 2 Jahren eine Trübung in beiden Linsen festgestellt. Zum Glück ist diese aber ziemlich stabil. Die TÄ meinte auch, dass es Grauer Star ist aber wenn das wirklich so ist, dann verläuft das bei ihr seeeeehr langsam - Gott sei Dank. :smile2:

Spannend finde ich deine Aussage, dass es mal mehr, mal weniger getrübt ist. Diese Beobachtung machen wir bei Emma auch. Außer beobachten kann man leider aber nichts tun. Noch sieht sie und noch gibt es keinen Grund mit einer OP o.ä. ein zu greifen, was auch wirklich gut, da sie ja inzwischen offensichtlich taub ist. :c0301: Daher passiert bei uns nichts und daher habe ich auch keine Erfahrungen, die ich hier mit dir teilen könnte - sorry. :mx35:

Die besten Wünsche und

LG
Alex.

Piper
14.07.2014, 07:43
Hallo Alex,

danke Dir für Deinen Post.
Ich habe gelesen, dass viele Hunde, die erblindet sind, erstmal oft nicht mehr aus ihrem Körbchen wollen. Das ist bei Piper zum Glück nicht der Fall. Klar ist sie unsicher, wer könnte das nicht nachvollziehen. Aber sie läuft herum, kennt ihre Wege.
Heute muss sie das erste Mal blind ein paar Stunden alleine Zuhause bleiben....

Ich werde heute Mittag heimfahren und mit ihr üben. Sie ist ja sehr schlau, und will lernen. Aber so ganz weiß ich noch nicht wie ich es anfangen soll....

blue_angy
25.03.2015, 14:44
Das ist eigentlich recht einfach zu erklären.

Wenn die Linse sich eintrübt tut sie dies nicht gleichmäßig. Somit kann an bestimmten Stellen im Auge noch Licht einfallen. Jenachdem wo die "gute" Stelle ist kann sowas aber auch störend wirken...
Wenn die "gute" Stelle zum Beispiel oben am Auge ist, dann kann es sein dass von oben einfallendes Licht (Sonne, Deckenlampe) die Wahrnehmung verändert und erschwert. Bei tiefstehender Sonne, oder Tischlampen etc. kann es dann ggf deutlich besser sein (oder eben andersrum).

Zudem schwankt die Sehkraft auch mit dem Augendruck. Steigt der Augendruck, sinkt meistens die Sehkraft. Da der Augendruck teilweise Tagesschwankungen hat, kann es auch aus diesem Grund vorkommen, dass sie mal sieht udn mal nicht.

Allerdings glauben auch ganz viele Leute dass ihr Hund noch "ein bisschen" sieht weil sie ja zuhause nirgends gegen rennt, aber meistens ist der Hund bereits seit einiger Zeit unbemerkt blind...

Bei meinem Janto war es damals so, dass er oben eine freie Stelle in der Trübung hatte und die Sonne/Deckenleuchten/Laternen ihm sehr große Probleme gemacht haben, da er dann Licheinfall in Form einer "Discokugel" hatte. Lauter kleine aufblitzende hellende Lichter. Das hat ihn so sehr draußen verschüchtert... nach der Augenentfernung und der ja nun völligen Blindheit ist alles viel besser!!!