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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : wecken


mel
03.02.2007, 08:23
so, nach dem wir jetzt die ersten wochen mal hinter uns gebracht haben. will ich mal noch ein paar fragen los werden.

wie hand habt ihr das mit dem wecken? manche sagen, man soll die hunde ab und an wecken, damit sie sich daran gewöhnen, manche sagen gar nicht.

wie habt ihr blickkontakt auf gebaut. vanja ist ja ein "bird dog" und irgendwie kuckt sie nie und ich meine wirklich nie. ausser ich zupf mal an der leine. aber das kann´s ja nicht sein. da verlässt sie sich ja irgendwann mal voll drauf. leckerli oder spiel ziehen im moment auch noch nicht wirklich. seit ihr einfach stehen geblieben und gewartet und dann belohnt?

vanja erschreckt (auch wenn sie wach ist) sehr oft, weil sie so ein bischen vor sich hintrullert, wenn jemand rein kommt, vorbei geht ... einfach nicht beachten? oder wird sie so irgendwann ein schnappi?

habt ihr nicht noch ein paar tipps und kniffs für mich?

lg mel mit der kleinen rasselbande

Marty
04.02.2007, 17:00
Hallo Mel,

schön, dass Du mal wieder "Laut" gibst

Dann will ich mal versuchen, ein paar Fragen zu beantworten

Wecken: Ich halte nichts davon, einen Hund für nichts zu wecken. Gerade bei den Täubchen sollte man froh sein, wenn sie genug Vertrauen haben und feste schlafen. Das war bei Lissy anfangs nicht so

Ich halte es so, dass ich sie wecke, wenn ich z.B. den Raum verlasse. Ich wecke sie aber so eher "unauffällig", so dass sie das Wachwerden nicht unbedingt mit mir bzw. meinem Plan, den Raum zu verlassen, verknüpft. Liegt sie in ihrem Körbchen, dann puste ich ein wenig "Wind" in ihre Richtung. Meist öffnet sie dann die Augen und schaut. Liegt sie unterm Schreibtisch, dann stups ich sie eher zufällig mal mit dem Fuß an. Wenn sie wach ist, stehe ich auf und gehe los oder halt auch mal nicht

Diese Art zu wecken ist auch für den Hund nicht so furchtbar. Lissy erschreckt sich meist, wenn sie im Schlaf angefasst wird. Dann schießt sie hoch und schaut wie wild um sich.

Durch diese Handhabung versuche ich das zu imitieren, was ein hörender Hund selber mitbekommt. Bewegungen im Raum, Leute, die einen Raum betreten usw. Für Lissy ist es daher normal geworden, dass sie ebenso wie ihre hörenden Kumpels manchmal wach wird, wenn vielleicht irgendwas los ist - oder halt auch nicht ...

Was ich niemals nicht machen würde, wäre heimlich das Haus verlassen, während Lissy schläft. Das wäre so unfair und sicherlich auch ein Vertrauensbruch.

Blickkontakt: Anfangs hatte Lissy auch keine Lust auf Blickkontakt, bzw. sie kannte es nicht. Wir haben eine Hundeschule, die nach dem Animal-Learn-Prinzip arbeitet, besucht. Dort wurde in der Gruppenarbeit ganz speziell auf Blickkontakt gearbeitet. Da grundsätzlich dort auch mit Sichtzeichen gearbeitet wurde, war dies perfekt

Sämtliche Übungen wurden mit Leckerchen belohnt, aber immer erst, wenn der Hund schaute. Also quasi aufgebaut: Hund schaut = Leckerchen. Sichtzeichen "sitz" wurde angezeigt, Hund schaut = Leckerchen und setzt sich = Leckerchen.

Die Leckerchen wurden immer zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten und zwar so, dass der Hund einem quasi zwangsläufig ins Gesicht und somit in die Augen schauen musste

Tja, und dadurch, dass unsere Hundis so verfressen sind, schauten sie natürlich immer auf die Stelle, wo sie ihr Leckerchen erwarten - und das war direkt in die Augen von Frauchen oder Herrchen

Wenn das erreicht ist, kann man weiter aufbauen (Platz, Fusslaufen, kleine Tricks wie durch die Beine laufen usw.)

Wichtig ist halt anfangs, den Blick schon zu belohnen. Übe zunächst mit ihr, wo wenig Ablenkung ist, später kann man die verschiedenen Übungen auch bei einem Spaziergang mit mehr Ablenkung aufbauen.

Ich mache es grundsätzlich so, dass wir hier täglich zu Hause so allerlei üben. Alle Übungen mache ich immer mit den drei Hundis gemeinsam. Hier gibbet kaum ein Leckerchen ohne irgendeine kleine Übung. Gemein, nicht?

Man braucht allerdings nicht die Illusion zu haben, dass ein tauber Hund dann immer "hört" - so wie hörende Hunde gerne mal die Ohren auf Durchzug stellen, so machen die Taubis das mit den Augen. Wenn Lissy es drauf hat, dann guckt sie immer bewusst in eine andere Richtung - und stellt sich taub

Zum Thema "Erschrecken" gibt es eigentlich ein paar leichte Regeln. Nicht von hinten ankommen und direkt von hinten anfassen. Am besten wäre es immer, von vorne zu kommen, aber dies lässt sich ja oft nicht realisieren.

Wenn man von hinten kommt, dann reicht es, entweder ein wenig zu stampfen (durch die Schwingungen bekommt der Hund dann mit, dass sich etwas von hinten nähert) oder einfach kurz den Hund leicht anpusten und einfach weitergehen. Macht kein Aufheben, wenn Vanja sich erschrickt, einfach ignorieren. Sie wird sich daran gewöhnen (Lissy hat es zumindest).

Eines ist mir noch ganz wichtig (vor allem im Winter, wenn es früh dunkel wird). Wenn Du Besucher erwartest, dann sieh zu, dass überall genug Licht brennt, damit Vanja sehen kann, wer kommt. Hörende Hunde erkennen Menschen am Schritt und Stimme, der taube natürlich nicht. Stark parfümierte Leute können in der Dunkelheit auch oft nicht sofort erkannt werden. So vermeidest Du, dass Vanja bekannte Personen eventuell verbellt.

Am besten kannst Du Dich auf Vanjas Situation einstellen, wenn Du Dir mal ein paar Ohropax besorgst und diese mal einen Tag trägst. Dann wirst Du ganz schnell feststellen, was Dir unangenehm ist und was nicht. Und das, was Du nicht gerne hättest, das passt auch auf Hundi.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen.

Wenn Du noch weitere Fragen hast, dann her damit

LG
Martina

Lea
04.02.2007, 18:13
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mel schrieb am 03.02.2007 08:23

wie hand habt ihr das mit dem wecken? manche sagen, man soll die hunde ab und an wecken, damit sie sich daran gewöhnen, manche sagen gar nicht.
<span style="color:darkred;">also wir machen es so wie Marty es auch schon sagte,das Haus nie verlassen wenn der Hund schläft.Aber wenn ich Bärchen wecken muß puste ich ihn schonmal ins Gesicht oder kraule ihn vorsichtig wach(er ist nicht so schreckhaft).Aber verschlafen,er braucht kurz bis er ganz wach ist.</span>

wie habt ihr blickkontakt auf gebaut. vanja ist ja ein "bird dog" und irgendwie kuckt sie nie und ich meine wirklich nie. ausser ich zupf mal an der leine. aber das kann´s ja nicht sein. da verlässt sie sich ja irgendwann mal voll drauf. leckerli oder spiel ziehen im moment auch noch nicht wirklich. seit ihr einfach stehen geblieben und gewartet und dann belohnt?
<span style="color:darkred;">Hat Bärchen anfangs auch nicht!Hab ihn dann draussen für jedes zufällige an mir vorbei kommen oder gucken,Leckerchen gegeben und irgendwann wurde er dann aufmerksamer.Wenn die normalen Leckerchen nicht interessant genug sind dann probier was anderes aus z.B. Käse,Hundewurst,Pansen oder sonstige Stückchen.Oder komplett nur auf den Spaziergängen füttern!Irgendwann ist es so normal das sie nach dir guckt,das sie es auch ohne ständige Leckerchen tut(aber mit geht es halt immer besser )</span>

vanja erschreckt (auch wenn sie wach ist) sehr oft, weil sie so ein bischen vor sich hintrullert, wenn jemand rein kommt, vorbei geht ... einfach nicht beachten? oder wird sie so irgendwann ein schnappi?
<span style="color:darkred;">Sie muß sich erst an alles gewöhnen,das wird schon noch.Aber zur Erleichterung wie Marty auch schon sagte fester auftreten auf den Boden und wenn sie erschreckt ignorieren. </span>

habt ihr nicht noch ein paar tipps und kniffs für mich?

lg mel mit der kleinen rasselbande</span></td></tr></table></div>

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