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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragen zu erblichem Katarakt


grka
19.09.2009, 06:03
Hi

wir haben bei 2 von unseren Aussies den Gentest auf erbl. Katarakt machen lassen und bekamen das Ergebnis so wie wir es erwartet haben. Bei unserem ältesten (3J) wurde pos getestet. TA meint er ist nicht nur Träger sondern wird es aller wahrscheinlichkeit nach auch entwickeln. Wir versuchen jetzt vorab schon mal Infos zu sammeln, da seine Mutter bereits mit 4 oder 5 fast komplett erblindet war. Da wir mit ihm für Obediencetunirere trainieren und er gerade noch anfängt machen wir uns auch Gedanken um Kunstlinsen. Unseren mittleren müssen wir noch testen, da aber beide gemeinsame Vorfahren haben besteht natürlich eie gewisse Chance, daß er auch den Gendefekt hat und bei ihm mach ich mir natürlich wegen den Rettungshunden richtig Gedanken... Hat jemand von Euch Erfahrung wieviel Sehkraft die Hunde mit Kunstlinsen zurückbekommen?

Ich weiß, ein Gentest sagt nichts darüber aus, ob sie wirklich krank werden, aber ich bin ein Mensch, der sich gerne im Vorfeld schon mal Gedanken macht (ohne sich verrückt zu machen).

Eine andere Geschichte noch: bei dem pos getesteten Wuffel haben wir seit er ein Baby ist das Problem, daß er immer rote Augen hat weil er ständig diese Folikel hat. trotz x Mal salben gehen sie nicht dauerhaft weg. Ich hab jetzt schon mehrfach zu hören bekommen, daß die nicht mehr ausgeschabt werden sondern nur medikamentös behandelt werden. Aber wie gesagt, daß hilft bei uns nicht. Was kann man da noch tun?

Grüße
Grit

Laila
05.01.2010, 16:48
Hi Girt,

ja diese Genteste sagen manchmal nicht das aus, was man hinterher sieht. Dies nur mal so nebenbei.

Bei meiner Laika (PRT), sie ist jetzt 8 Jahre, hatte sie im Sommer eine Augen-Op. Sie hatte eine, wie sich hinter rausstellte ein Glaukom auf Grund einer Linsenverdrehung. Sie kommt mit ihrer Behinderung gut zu Recht.
Jetzt vor kurz vor Weihnachten an einem Abend raste sie immer gegen das Sofa im Wohnzimmer. Man merkte ihr auch an, das sie Schmerzen hatte und es ging ihr so nicht gut. Somit habe ich sie den ganzen Abend betreut und bin am nächsten Tag in die TK gefahren. Akuter Glaukomanfall auf dem noch sehenden Auge (wahrscheinlich hat sich hier die Linse auch im Auge verdreht). Jetzt bekommt sie wieder Tropfen, damit der Druck im Auge gesenkt wird. Sie verträgt die Tropfen gut und ich hoffe der Druck wird niedrig bleiben...

Wir haben bisher keinen Gentest gemacht und ich denke jetzt lohnt es sich auch nicht mehr. Aber wenn eine Erkrankung in den Genen ist und sie raus will, dann kommt sie auch raus.

Ferner kann ich noch zu den roten Augen sagen:
Bei Laika hatte ich das auch. Sollte auch abgeschabt werden, aber der Befund war damals zu gering. Jetzt würde ich es, wenn es geht nicht gerne machen lassen, da es doch hinterher sehr schmerzhaft für die Tiere ist. Ob es jetzt für solche Fälle Medis gibt, weiß ich nicht.
Allerdings bin ich bei Laika überzeugt, das dies schon die ersten Anzeichen (rote Augen und vermehrter Tränenfluß) für ihre jetzige Augenerkrankung war.

Vielleicht helft dir ja die Geschichte von Laika einwenig?

Kim
05.01.2010, 19:09
ja diese Genteste sagen manchmal nicht das aus, was man hinterher sieht.

Also ich kenne ja nur die Gentests beim Labrador. Die sind bombensicher und immer zutreffend, geht nicht anders, weil das "defekte" Gen mittels vorheriger Untersuchung und Vererbungslehre lokalisiert wird.

Clear x Clear ergibt immer clear
Clear x Carrier ergibt beides
Affected mit clear oder carrier, ergibt immer auch affected dabei
Affexted x Affected, alle Nachkommen sind Affected.

Laila
05.01.2010, 20:43
Danke für den Hinweis Kim! Ich hatte mich da wohl leider falsch ausgedrückt:mx35: Sorry, aber ich meinte da etwas anderes.

Kim du hast natürlich Recht, das die Gentests aus den Labors mittlerweile richtig zuverlässig sind. :fahne: Dies meinte ich auch garnicht.

Nun will ich mal einen erneuten Erklärungsversuch starten.
Also: Wenn ich das Ergebnis eines Gentestes habe, kann ich daran glauben und es für gut heißen oder ich kann es nur zur Kenntnis nehmen und mehr nicht.
Wenn ich keinen Gentest gemacht habe, kann ich z.B.bestimmte Erkrankungen am Tier nur annehmen, das es erbliche bedingte sind.
Ich denke soweit ist alles klar oder?
Fragen?

@Kim: Vielleicht hast du ja einen Satz oder Zusammenhang hier nicht richtig verstehen können. Wenn ja, dann schreib noch mal. Ich versuche das dann noch zu erklären. :winke:

Kim
05.01.2010, 23:49
Kim du hast natürlich Recht, das die Gentests aus den Labors mittlerweile richtig zuverlässig sind.


100% sicher, sozusagen. :d060: Da das Gen für die Krankheit isoliert bekannt ist und somit getestet werden kann. Ebenso ist der Erbgang bekannt.

Ich spreche da aber nur von denen die ich kenne und selber habe bei meinem Hund testen lassen.
PRA
CNM
EIC
Myopathie

Sind beide Elternteile clear müssen die Nachkommen nicht getestet werden da sie garantiert clear sind, über Erbgang nachgewiesen.

Dann logo die Farbvererbung, die ich nicht brauche weil mein Hund gelb ist und somit nie schwarz tragen kann denn dann wäre er schwarz. Braun kann er nicht tragen aufgrund der Vorfahren die alle nur schwarz und gelb gebracht haben.


Also: Wenn ich das Ergebnis eines Gentestes habe, kann ich daran glauben und es für gut heißen oder ich kann es nur zur Kenntnis nehmen und mehr nicht.


Ich vermute Du meinst die Gentests die noch nicht sicher über Erbgang bewiesen sind?

Rein genetische Untersuchungen die nicht klar über Erbgang bewiesen sind, bzw. wo das "mutierte" Gen nicht identifiziert wird, können den
Eintritt und das Ausmaß einer genetischen Erkrankung nicht genau bestimmen. Eine sichere Prognose ist somit nicht möglich, auch nicht ob die "Krankheit" ausbricht oder nicht.

Laila
06.01.2010, 11:18
Ich vermute Du meinst die Gentests die noch nicht sicher über Erbgang bewiesen sind?

Rein genetische Untersuchungen die nicht klar über Erbgang bewiesen sind, bzw. wo das "mutierte" Gen nicht identifiziert wird, können den
Eintritt und das Ausmaß einer genetischen Erkrankung nicht genau bestimmen. Eine sichere Prognose ist somit nicht möglich, auch nicht ob die "Krankheit" ausbricht oder nicht.

Genau Kim diese Genteste meinte ich und die dazu gehörige Erklärung ist super. :winke:
Vielen Dank.

flychen
06.01.2010, 15:06
Also meine Fly hatte als Junghund auch das Problem mit Folikel/den roten Augen, ihr wurden damals die "Augen" wurde ausgeschabt!

Wenn ich mich nicht täusche hat Dr. Koch, aus Oerzen, auch Telefonsprechstunde, da könntest du dich ja sicher mal schlau fragen!