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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Grauer Star aber noch nicht alt :-(


Poldi
25.11.2011, 21:23
Hallo liebe Forumsmitglieder,
wie schon in meiner Vorstellung geschrieben, zog vor Kurzem eine blinde Pflegehündin aus dem Ausland bei uns ein. Das süße Mädel ist erst 6 Jahre alt und sieht definitiv auf beiden Augen NICHTS.
Beide Augen sind absolut eingetrübt. Heute habe ich sie einem TA für Augenheilkunde vorgestellt und er meinte es handelt sich bei ihr um grauen Star.
Eine OP ist möglich, sagt er.
Ich würde gern wissen, ob es hier im Forum schon Erfahrungen mit OP's von Linsenentfernungen und eventuellen Erfolgschancen gibt?
Im Internet habe ich schon viel darüber gelesen. Allerdings ist es wohl eher üblich, dass Ersatzweise Kunstlinsen eingesetzt werden.
Dieser TA allerdings sagte mir, er setzt keine neuen Linsen ein, weil er dies für nicht notwendig hält, weil Hunde genauso gut ohne klar kommen.
Was sagt Ihr dazu?:fahne:

DANKE

Kati
25.11.2011, 21:36
Praktische Erfahrungen habe ich zwar nicht, aber die Meinung Deines Tierarztes finde ich gut. Auch ich denke nämlich, dass ein Hund keine künstlichen Linsen braucht, sofern es dafür keine medizinischen Gründe gibt.
Guck Dir mal Fotos hier im Forum an ... :wink3: ... es gibt einige Hunde ohne Augen, die absolut bezaubernd aussehen !

Hoffe, dass ich jetzt richtig verstanden habe, was bei Deinem Hund gemacht werden soll ... :mx35: ... weil so ganz passt das nicht zu Deiner Frage bezüglich "Erfolgschancen".

Odin
25.11.2011, 21:43
:winke:
Ich kann Dir da leider nicht viel zu sagen. Da Du aber aus unserer Ecke kommst, wollte ich mal fragen, bei welchem TA Du warst? In der Rendsburger Tierklinik (http://www.tierklinik-rendsburg.de/) ist ja auch ein Spezialist für Augen.
Viele nehmen einen verdammt weiten Anfahrtsweg zu ihm in Kauf soweit ich weiß.

Poldi
27.11.2011, 13:25
Praktische Erfahrungen habe ich zwar nicht, aber die Meinung Deines Tierarztes finde ich gut. Auch ich denke nämlich, dass ein Hund keine künstlichen Linsen braucht, sofern es dafür keine medizinischen Gründe gibt.
Guck Dir mal Fotos hier im Forum an ... :wink3: ... es gibt einige Hunde ohne Augen, die absolut bezaubernd aussehen !

Hoffe, dass ich jetzt richtig verstanden habe, was bei Deinem Hund gemacht werden soll ... :mx35: ... weil so ganz passt das nicht zu Deiner Frage bezüglich "Erfolgschancen".

Danke Dir Kati. Also ihre Augen bleiben schon erhalten. Es geht halt nur darum, das scheinbar die meisten TÄ Kunstlinsen einsetzen, wenn die Linsen entfernt werden, dieser aber nicht und ich frage mich halt, ob es denn nicht besser sei, neue also bzw Kunstlinsen setzen zu lassen, weil irgendwie haben Linsen doch auch ihre Funktion!?




:winke:
Ich kann Dir da leider nicht viel zu sagen. Da Du aber aus unserer Ecke kommst, wollte ich mal fragen, bei welchem TA Du warst? In der Rendsburger Tierklinik (http://www.tierklinik-rendsburg.de/) ist ja auch ein Spezialist für Augen.
Viele nehmen einen verdammt weiten Anfahrtsweg zu ihm in Kauf soweit ich weiß.


Ja genau da war ich ;-) Aber der Verein und ich sind am Grübeln, ob man bei so einer "großen Entscheidung" OP oder nicht (und es ist ja nicht gerade eine kleine OP) vielleicht nochmal eine 2. Meinung von einem 2. Fachmann hören sollte.

Außerdem hoffen wir halt so sehr, dass wir im Netz Menschen finden die schon Erfahrungen mit ihren Hunden und solchen OP's gemacht haben und davon berichten können.

GIBT ES HIER NIEMANDEN??? ;-(

VG

Capi
27.11.2011, 16:42
Hallo,
ein Hund aus der Nachbarschaft hat die OP auch gehabt. Ich hab das nicht alles mitbekommen. Was war wohl recht langwierig, bis es alles richtig verheilt war. Daraus ergaben sich einige Erziehungsprobleme. Aber da muß man halt am Ball bleiben. Nach meiner Einschätzung sieht der Hund jetzt wesentlich besser als vorher. Es hat sich schon gelohnt.
Liebe Grüße
Linda, Tara, Capriora, die gerade von der Hundeschule kommen.

Kati
27.11.2011, 18:29
Hab mir schon fast gedacht, dass ich falsch davor bin ... :mx35: ... ich hatte die Hunde im Kopf, denen die Augenhöhle zugenäht und kein künstliches Auge für die Optik eingesetzt wird.
Aber bei Deinem Hund geht es scheinbar um etwas ganz anderes ... :wink3:

Vielleicht findet sich ja hier noch jemand, der sich besser auskennt und Dir weiterhelfen kann ... :daumendruecker:

Katja
27.11.2011, 20:53
Huhu,

wirklich weiterhelfen kann ich dir leider nicht, weil ich mich damals bei meinem inzwischen verstorbenen Fips komplett gegen eine OP entschieden habe.

Bei Fips war 2003 die Diagnose Grauer Star gestellt worden, da war er ca. 4 bis 5 Jahre alt. Der TA (dem DOK angeschlossen) hat mir damals erklärt, dass entgegen der landläufigen Meinung Hunde nicht erst im höheren Alter an Grauem Star erkranken, sondern am häufigsten in den ersten 5 Lebensjahren. Fips war zu diesem Zeitpunkt erst auf einem Auge erblindet, bis er gar nichts mehr sehen konnte hat es Jahre gedauert. Eine OP wäre aus TA-Sicht möglich gewesen, stand aber für mich aufgrund Fips sonstiger umfangreicher Krankengeschichte nie zur Diskussion.

Grundsätzlich bin ich kein Freund von Fremdkörpern im und am Hund. Wenn mir also ein Fachtierarzt für Augenheilkunde noch dazu schlüssig erklärt, dass eine Kunstlinse nicht erforderlich ist, dann käme das meiner persönlichen Einstellung noch entgegen :wink3:

Poldi
28.11.2011, 14:19
Hallo,
ein Hund aus der Nachbarschaft hat die OP auch gehabt. Ich hab das nicht alles mitbekommen. Was war wohl recht langwierig, bis es alles richtig verheilt war. Daraus ergaben sich einige Erziehungsprobleme. Aber da muß man halt am Ball bleiben. Nach meiner Einschätzung sieht der Hund jetzt wesentlich besser als vorher. Es hat sich schon gelohnt.
Liebe Grüße
Linda, Tara, Capriora, die gerade von der Hundeschule kommen.

Was denn für Erziehungsprobleme? ;-)

Weißt Du zufällig, wo die OP stattgefunden hat?

Danke

Poldi
28.11.2011, 14:27
Huhu,

wirklich weiterhelfen kann ich dir leider nicht, weil ich mich damals bei meinem inzwischen verstorbenen Fips komplett gegen eine OP entschieden habe.

Bei Fips war 2003 die Diagnose Grauer Star gestellt worden, da war er ca. 4 bis 5 Jahre alt. Der TA (dem DOK angeschlossen) hat mir damals erklärt, dass entgegen der landläufigen Meinung Hunde nicht erst im höheren Alter an Grauem Star erkranken, sondern am häufigsten in den ersten 5 Lebensjahren. Fips war zu diesem Zeitpunkt erst auf einem Auge erblindet, bis er gar nichts mehr sehen konnte hat es Jahre gedauert. Eine OP wäre aus TA-Sicht möglich gewesen, stand aber für mich aufgrund Fips sonstiger umfangreicher Krankengeschichte nie zur Diskussion.

Grundsätzlich bin ich kein Freund von Fremdkörpern im und am Hund. Wenn mir also ein Fachtierarzt für Augenheilkunde noch dazu schlüssig erklärt, dass eine Kunstlinse nicht erforderlich ist, dann käme das meiner persönlichen Einstellung noch entgegen :wink3:


Nun ja, es gibt natürlich immer ein Pro und Contra und eine Entscheidung ist ja überhaupt noch nicht gefallen. Wir (der Verein und ich) sehen es aber so, WENN wir ihr die OP überhaupt zumuten, dann wollen wir natürlich auch das Bestmögliche für sie dabei herausholen. Eine OP ist schon Risiko und Belastung für ein Tier, aber dann macht es doch auch Sinn, das sie anschließend so viel wie möglich sieht, wenn man sich FÜR eine OP entscheiden sollte.
Und von unserem Verständnis her, können wir halt nicht wirklich glauben, das dieser TA Recht damit hat, das ohne Linse genauso viel oder wenig Sehfähigkeit (je nachdem) dabei herauskommen kann.
Deshalb sind uns halt Erfahrungen so wichtig die andere gemacht haben.

Aber ich glaube fast, es wird darauf hinauslaufen, das man sich noch einmal eine 2. Meinung von einem 2. Fachtierarzt einholen sollte und dann abwägt.

Was denkt Ihr?

Katja
29.11.2011, 21:56
Zweite Meinung einholen ist nie verkehrt und von daher ne gute Idee :smile2:

Poldi
02.12.2011, 11:33
Montag 9.30 Uhr sollen wir bei Frau Dr. Allgöwer in Berlin sein

Bin schon ordentlich aufgeregt!

Kati
02.12.2011, 21:07
Ich finde es auch gut, sich eine zweite Meinung anzuhören und drück` die Daumen, dass Euch der Termin weiter bringt ... :daumendruecker:

Katja
02.12.2011, 21:23
Bin gespannt, was sie dazu sagt!

cookiemuffin
09.12.2011, 19:47
Hallo, wir sind ja neu hier,aber durch Cookies Geschichte kenn ich mich sehr gut mit Grauem und Grünem Star aus. Gehe bitte nur zu einem Augenspezialist, der Im DOK ( Dortmunder Kreis ist). Diese Augenärzte bilden sich permanent weiter. Ich würde meinem Hund immer wieder eine Kunstlinse einsetzen lassen, wenn med. nichts dagegen spricht. Ohne Linse ist es so, als hätte er ungefähr 14 Dioptrin. Warum will dein Arzt keine Linse setzen? Kann er es nicht?
LG Kirsten

Pongo
10.12.2011, 23:55
Hallo,

ich kenne den Arzt von dem Poldi geschrieben hat und er ist im DOK. Ich war jahrelang mit meinem blinden Hund bei ihm in Behandlung und kann einfach nur Gutes über ihn sagen. Er ist ein TA, mit viel Herz und Sachverstand, ein absoluter Spezialist in Sachen Augenheilkunde. Er hat meinem Hund die Augäpfel gerettet, jeder andere Arzt hätte ihm diese damals entfernt.

Zu den Kunstlinsen sagt er, das immer die Gefahr besteht, vor allem bei jungen agilen Hunden, das diese verrutschen können und dann wäre das Auge so gut wie nicht mehr zu retten. Zudem ist es ein Fremdkörper, bei der auch immer die Gefahr einer Infektion besteht.

MsLieschen
01.01.2012, 16:50
Oh, sehr interessant das Thema.
Da unser Neuzugang enorme Probleme mit ihrer Blindheit hat sind wir auch am überlegen.

Bitte berichte doch weiter!

Liebe Grüße