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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eingewöhnung zwischen hörendem Hund und taubem Hund


Fledermotte
03.04.2012, 10:03
Hallo ihr Lieben,

ihr wisst ja, dass seit Samstag ein zweites Chi-Mädchen hier wohnt. Sie ist 4 1/2 Monate alt.

Mir ist bewusst, dass es einige Zeit dauern kann, bis die Hunde sich verstehen.

Jedoch möchte ich wissen, ob ihr mir bei folgenden Sachen etwas helfen könnt.

Es ist nicht meine erste Eingewöhnung.. immerhin hatten wir Ilios schon als Scarlett kam.
Damals gab es jedoch so gar keine Probleme. Beide schlossen schnell und problemlos Freundschaft.

Bei den Mädchen sieht es bis jetzt anders aus.

Samstag bei der Züchterin waren beide noch etwas schüchtern.
Scarlett ignorierte die Kleine und die Kleine kam nur ein paar Mal vorsichtig auf sie zu.

Dies änderte sich, als wir in den Garten gingen.
Nach ein paar Minuten tobten die beiden Kleinen durch den Garten.

Die Heimfahrt verlief auch problemlos.. hin und wieder schnupperten sie aneinander.

Zuhause angekommen bin ich mit beiden ins Zimmer.
Natürlich war die neue etwas verschüchtert.. stolperte ein wenig rum, schnupperte und erkundschaftete.

Bis dahin schien alles ok. Ich hatte ja schon befürchtet, dass Scarlett hier dann Terz macht, weil die Kleine in ihr "Heim" eindringt.
Jedoch kam alles anders.

Gegen Abend kam es dann zu der Situation dass Scarlett mit der Kleinen toben wollte.
Und schon schnappte die Kleine nach ihr.

Scarlett ist es ja überhaupt nicht gewohnt, dass ihr mal jemand Kontra gibt.
Ilios lässt sie im Grunde alles durchgehen.

Dementsprechend bestürzt war sie dann auch. "floh" gleich bedrückt von meinem Bett und verkroch sich in ihr Bettchen.

Nach einer Weile habe ich sie wieder geholt (war das falsch? Aber ich konnte sie einfach nicht alleine da liegen lassen.. sie ist sonst IMMER bei mir im Bett.. das brach mir fast das Herz)

Dann war erstmal alles wieder "ok" auch wenn Scarlett der Kleinen weiter aus dem Weg ging.

Als ich dann ins Bett ging, kroch Scarlett wie immer unter meine Decke und legte sich zu meinen Beinen.
Die Kleine lag neben mir, an meinen Oberkörper gekuschelt, sie braucht wohl richtig Körperkontakt (hab gelesen dass taube Hunde oft im Dunkeln auch Angst haben und da gleich so richtig Körperkontakt suchen)

So bin ich, zugegebenermaßen recht unruhig, eingeschlafen.

Und wurde mitten in der Nacht von hefitgen Gebell aufgeweckt. Wieder die Kleine.
Ich bemerkte dann, dass Scarlett der Grund war. Diese war unter der Decke hervor und hat sich auf mein zweiten Kopfkissen schlafen gelegt. (wohlgemerkt auf der anderen Bettseite als die Kleine schlief)
Ehe ich mich versah, schnappte sie schon wieder und Scarlett sprang auf und rannte weg. Wollte vom Bett runter, da habe ich sie aber aufgehalten. Ich WILL sie einfach nicht runterlassen.. sie soll nicht das Gefühl haben, dass sie ab jetzt alleine auf dem Boden schlafen muss. Ich habe Scarlett dann beruhigt und sie wieder unter meine Decke gelassen.. da blieb sie dann auch den Rest der Nacht (in der ich nicht mehr viel geschlafen habe)

Heute morgen bin ich dann mit beiden in den Garten.. da ignorierten sie sich.
Nach dem Frühstück in meinem Zimmer setzte die Kleine ihre "Erkundungstour" fort.. alles schien wieder ok, Scarlett war entspannt.

Dann wollte die Kleine spielen, kläffte Scarlett schwanzwedelnd an (denk das Kläffen war nur Spielaufforderung) und Scarlett hatte Angst.. sie lief geduckt vor ihr weg.

Ich bin dann mit beiden in den Garten in der Hoffnung, dass sich Scarlett da wieder entspannt.. und siehe da.
Alles war wieder ok. Nach einer Zeit tobten sie sogar miteinander.


Dann kamen wir wieder rein, ich machte den beiden ihr Futter (zwei Schüsseln) und stellte es hin.. und dann ging es richtig ab.. die Kleine hat Scarlett einfach nicht fressen lassen.
Sie hat sie quer durchs Zimmer gejagt.

Das war das Wochenende.

Gestern lief es etwas entspannter. Die Nacht von Sonntag auf Montag war ruhig. Ich schlafe sehr unruhig. Mache mir ja etwas Sorgen, dass etwas passiert. Das war damals schon als Scarlett als Welpe kam.

Sobald die Zeit vorbei ist, wo sie aus dem Bett fallen (das hat die Kleine nämlich Montag früh um 5 Uhr geschafft.. ) wird mein Schlaf auch wieder ruhiger.

Naja.
Auf jedenfall bekomme ich so mit wie es Nachts läuft.
Ich merke dass Scarlett nachts oft aus ihrer "Anfangs-Schlafposition" (die immer unter der Decke und an meinen Beinen ist) hervorkommt.. und sich dann neben mich legt.

Wenn sie sieht, dass die Kleine auf der Bettseite ist wo sie hinwollte, dreht sie ab und legt sich auf die andere.

Auf meinem Schoß sitzen sie ruhig zusammen (wobei Scarlett auch lieber geht wenn es möglich ist. )

Zudem ist mir aufgefallen, dass die Kleine sobald sie spielen will, sehr laut und schrill bellt. Das scheint Scarlett in den Ohren weh zu tun, denn sie legt die Ohren immer gleich an und flüchtet.

Es ist ja mein erster tauber Hund.. und mich würde mal eure Meinung dazu interessieren ob sich die Verständigung zwischen tauben und hörenden Hunden (denn ich denke daran liegt im Moment das Hauptproblem) mit der Zeit noch einspielt.

Draussen geht soweit alles wunderbar.

Die Kleine orientiert sich an mir oder auch an Scarlett.

Wenn ich Scarlett rufe, kommt sie ziemlich schnell hinterher (wenn sie eben nicht gerade wo anders hinguckt)

Da ist auch Scarlett viel entspannter. Sie geht dann auch mal zur Kleinen hin und schnuppert, manchmal will sie die Maus auch zum spielen auffordern.. aber sobald es zur "Kommunikation" kommt, scheitert es.

Capi
03.04.2012, 16:53
Servus,
läuft doch alles ganz gut bei Euch.
Hunde gehen nicht gleich freudestrahlend aufeinander zu. Deine Kleine kommt aus einem stabilen Rudel mit Mami und Geschwistern. Und in Euerem Rudel muß sie erst mal gucken, wer hier was zu sagen hat. Dazu gehört auch, daß die älteren sie ab und zu mal in die Schranken weisen. Ich geh auch dazwischen, wenn es in Mobbing ausartet, aber ansonsten, würde ich die Sache einfach mal in Ruhe laufen lassen.
Viele Grüße
Linda, Tara und Capriora

Fledermotte
03.04.2012, 17:42
Hallo Linda,

Naja, das Problem ist ja, dass Scarlett, also die Ältere, sich eben NICHT wehrt.

Sie lässt sich von der neuen total unterbuttern.
Und sucht immer Unterschlupf bei mir sobald die "neue" in ihre Nähe kommt.

Ich weiß nie so genau ob ich eingreifen soll.
Ich versuche zu verhindern, dass Scarlett sich von ihr vertrieben fühlt.

Eigentlich heisst es ja, man solle die Hunde das ausmachen lassen..
Aber ist es in dem Fall vielleicht besser Scarlett "unter die Arme zu greifen" und die Kleine in die Schranken zu weisen?

Funny
04.04.2012, 16:39
Hallo,

also ich würde dir nen Hundetrainer empfehlen der zu euch nach Hause kommt und sich das Verhalten von deinen 2 erstmal anschaut.

Dann kann er dir genau erklären was ok ist und was nicht und wie du dich am besten verhalten kannst oder sollst.

So hab ichs gemacht als Funny kam und die Mädels sich angezickt haben :c0301:
Nachdem die Trainerin da war war ich mir einfach viel sicherer.

LG
Sabine

sukadeva
04.04.2012, 17:29
Hallo, Du schreibst:
>Eigentlich heisst es ja, man solle die Hunde das ausmachen lassen.<
Bin ich jetzt kein Freund von. Ich als Rudelführer möchte es nicht haben, dass einer meiner Hunde den anderen vom Fressen vertreibt. Das würde ich sofort unterbinden. Die Näpfe auseinander stellen und die "Kleine" im Auge behalten und sie sofort wegschieben sollte sie wieder Anstalten machen futterneidisch zu werden. Ich habe meiner Hündin beigebracht, dass sie sich vor dem vollen Napf hinsetzt und mich anschaut und dann nach Aufforderung meinerseits fressen darf. Dadurch bin ich auch in der Lage wenn sie draußen was aufnehmen will, ihr dieses auch wieder wegnehmen zu können. Ich denke auch, wenn die Kleine merkt dass sie genug bekommt und Scarlett ihr nichts streitig macht wird das mit der Zeit eventuell besser.

>Aber ist es in dem Fall vielleicht besser Scarlett "unter die Arme zu greifen" und die Kleine in die Schranken zu weisen?<
Das würde ich schon machen. Nicht ständig aber wenn es zu heftig wird auf jeden Fall. Wenn sie merkt dass du ihr hilfst, wird sie vielleicht ein bischen mutiger und lernt sich zu verteidigen.

Lieben Gruß Eva

Capi
04.04.2012, 18:23
Hallo Linda,

Naja, das Problem ist ja, dass Scarlett, also die Ältere, sich eben NICHT wehrt.

Sie lässt sich von der neuen total unterbuttern.
Und sucht immer Unterschlupf bei mir sobald die "neue" in ihre Nähe kommt.

Ich weiß nie so genau ob ich eingreifen soll.
Ich versuche zu verhindern, dass Scarlett sich von ihr vertrieben fühlt.

Eigentlich heisst es ja, man solle die Hunde das ausmachen lassen..
Aber ist es in dem Fall vielleicht besser Scarlett "unter die Arme zu greifen" und die Kleine in die Schranken zu weisen?

Sorry, da habe ich was überlesen. Ich würde die Kleine schon mal in die Schranken weisen, wenn sie es zu bunt treibt. Ich würde Scarlett helfen, wenn sie ihre Ruhe will oder wenn die Kleine sich in Scarlett's Bett legen will.
Wenn Du Lust hast, dann komm doch mal bei unserem Zwerglgassi im Englischen Garten mit. Dann hat die Kleine mehrere "Erziehungsberechtige" (erwachsene Chihuahuas) die Scarlett helfen können.
Grüße,
Linda, Tara und Capriora

Klara
04.04.2012, 20:09
Hallo, bei meinen beiden war es am Anfang auch etwas schwierig. Als Klara dazu kam war sie sehr Futterneidisch. Lilly als Ältere und erst Hund hat es nie verstanden sich Klara gegenüber Durchzusetzen, das ist heute noch so. Lilly ist eine Sensible Maus, Klara dagegen etwas Selbstbewußter.Ich habe beide von beginn an getrennt gefüttert das ist heute auch so. Mittlerweile klappt das sehr gut. Ab und zu bekommen beide auch mal eine Mahlzeit zusammen in der Küche wenn ich dabei bin das geht auch gut. Ich habe Lilly auch immer Unterstützt wenn Klara frech wurde so hat sie es gelernt das sie Lilly in Ruhe fressen lassen soll. Mittlerweile ist es auch so das sie, wenn sie jeweils fertig sind mit futtern gehen sie aneinender vorbei, jeder zum Napf des anderen, ohne Worte das sieht immer zu komisch aus.Klara hat sich hier auch alles unter den Nagel gerissen ( Couch, Lilly´s Schlafplätze u.s.w) ich habe das aber unterbunden.Heute tauschen sie ganz selbstverständlich ihre Liegeplätze. Außer Herrchen´s Bett ,das ist uneingeschränkt Klaras Reich ,da läßt sie auch nicht mit sich reden:giggleswe:

Katja
04.04.2012, 20:49
Huhu Mona,

aus der Ferne ist das natürlich immer schwer zu beurteilen, aber ausgehend von dem was du schilderst halte ich das erstmal auch für völlig okay und nicht groß bedenklich.

Wenn ein neuer Hund in die Gruppe kommt, is das ja letztendlich ähnlich als wenn wir nen neuen Arbeitskollegen ins Team kriegen. Man kennt sich nicht, kann sich nicht einschätzen und muss erstmal lernen wie man am besten miteinander umgeht. In eurem Fall kommt die Taubheit sicherlich noch erschwerend hinzu. Lautäußerungen kann die Kleine nicht hören und reagiert anders als die Große es erwarten würde. Umgekehrt sind die Geräusche der Kleinen, die sie selbst ja nicht hören kann, oft nicht zur Situation passend und stehen vielleicht sogar im Widerspruch zu ihrer Körpersprache - quasi vorne knurrt es furchterregend, während es hinten begeistert wedelt :wink3: Die Große findet das sicher erstmal äußerst suspekt. Aber sie werden von Tag zu Tag besser lernen, sich gegenseitig einzuschätzen und so werden auch die Missverständnisse abnehmen.

Mag dir auf die Entfernung keine konkreten Tipps geben, aber ich kann dir ja einfach mal schildern wie das bei uns so läuft. Seit 2006 leben hier immer mindestens vier Hunde zusammen, es waren mal sechs, momentan sind es fünf. Zwei kastrierte Hündinnen, zwei kastrierte Rüden, ein unkastrierter Rüde. Die Älteste ist ca. 9 bis 10, dann folgen zwei ca. 7jährige, dann Pino mit ca. 4 Jahren und zuletzt Bruno mit ca. 1 Jahr.

Ich bin weder dafür, die Hunde alles unter sich ausmachen zu lassen noch dafür, immer sofort einzugreifen. Hunde mögen Rituale und davon gibt es hier jede Menge. Wenn bestimmte Dinge immer recht gleich ablaufen weiß man was kommt, das gibt Sicherheit, schafft Vertrauen, erleichtert viele Abläufe und so dann letztendlich auch das Zusammenleben. Jeden Abend gibt es zum Beispiel für jeden Hund einen Keks, der immer in der gleichen Reihenfolge verteilt wird nachdem ich den Hund, der dran ist, mit Namen angesprochen habe. So gibts kein Gedrängel, jeder weiß, dass und wann er was kriegt. Oder wenns raus geht, ich sage der Brut an der Tür immer erst "zurück und wartet" und gucke einmal kurz raus. Hat nix mit "Rudelführer stellt sicher, dass keine Gefahr droht bevor das Rudel den Bau verlässt" oder so nem Scheiß zu tun, sondern schlicht und ergreifend damit, dass Postbote und Co oft dazu neigen, unser Tor offen stehen zu lassen. Die Hunde kennen das, keiner drängelt sich durch und jeder weiß trotzdem, dass es jetzt gleich raus geht. Mein Freund widerrum hat für die gleichen Dinge eigene Rituale und das verwirrt die Hunde überhaupt nicht, die verbinden das schon mit der jeweiligen Person.

Weiterhin halte ich nix davon, einen bestimmten Hund generell zu bevorzugen, weil er ja als erstes da war, der Ältere ist oder sonst was. Meiner Erfahrung nach gibt es in der Gruppe keine starre Rangordnung, die immer und in jeder Situation die gleiche ist. Das hängt ganz viel auch mit den Fähigkeiten des einzelnen Hundes und seinen Vorlieben zusammen. Camaron zum Beispiel ist als Podenco DER Experte für die Jagd, das wissen die anderen ganz genau und würde sich deshalb diesbezüglich auch immer an ihm orientieren, denn wenn der sagt, da ist ein Kaninchen - dann IST da auch eines :wink3: Von seinem Napf würde Camaron sich jederzeit von jedem der anderen vier vertreiben lassen - aber mit Sicherheit nicht von seinem Schlafplatz.

Sachen, die hier zur freien Verfügung der Hunde stehen wie Hunde(!)betten oder Spielzeug, beansprucht mal der einen und mal der andere für sich. Jeder darf dem anderen dabei sagen "jetzt nicht, jetzt gerade ist das meines" und zum Beispiel knurren, das ist vollkommen in Ordnung. Was ich nicht dulde, sind Überreaktionen. Pino zum Beispiel ist ein Experte dafür sofort loszuprügeln, anstatt dreimal zu sagen "lass das, ich hass das" haut er dem anderen lieber einmal auf die Schnauze und Ruhe ist - meint er jedenfalls. Die Hunde dürfen auch alle in mein Bett und auf meine Couch und wenns einer nicht darf, wäre das meine Entscheidung - weil meins :wink3: Pino (ha, wer auch sonst!) wollte zum Beispiel schon zwei Tage nach seinem Einzug Camaron erklären, dass er ab sofort übrigens nicht mehr im Bett schläft. Hat er auch bei Bruno versucht, der erst vor knapp drei Wochen zu uns kam. Und wie geschrieben, er haut dann lieber einmal zu... Tut er das, ist er derjenige, der geht. Ich schicke ihn runter, wenn er es ganz doll treibt auch aus dem Raum. Paar Minuten nur, für ihn ist diese kurzfristige "Ausgrenzung" immer ausreichend um sich wieder zu beruhigen. Pino ist allerdings auch ein Härtefall :d060:, bei den anderen war sowas noch nie erforderlich. Was es auch nicht gibt: einen anderen Hund von seinem Napf vertreiben. Würde ich das zulassen, wäre Kalinka innerhalb kürzerster Zeit ein Fass auf vier Pfoten und Camaron verhungert. Auch da neigt Pino zum einen dazu direkt draufzuhauen, wenn einer mal in seinen Napf gucken möchte und umgekehrt, wenn er selbst bei einem anderen in den Napf guckt und der ihm sagt, dass er das lassen soll, würde er genauso draufhauen. Pino wurde anfangs immer in der Box gefüttert, dann mit großem Abstand zu den anderen, mittlerweile fressen alle fünf zusammen. Pino weiß, dass das eine der Sachen ist, die ich kläre und nicht er. Getrennt frisst er nur noch, wenn es zum Beispiel Knochen gibt, für die er wesentlich länger braucht als die anderen.

Ja, so im Groben läufts hier so und es läuft gut :wink3:

Katja
04.04.2012, 21:05
Ah so, wegen Hundetrainer: ohne das live und in Farbe gesehen zu habe glaube ich - immer ausgehend von dem, was du schreibst! - im Moment nicht, dass ihr einen braucht. Falls du dich doch dazu entschließt, guck bitte gaaanz genau hin, denn wenn du dann einen hast, der keine Ahnung von Gruppenhaltung und / oder tauben Hunden hat, nützt der dir auch nix und machts vielleicht sogar schlimmer als besser.

Fledermotte
10.04.2012, 09:13
Hallo ihr Lieben,

ich komme erst jetzt zum antworten.
Die letzten Tage war ich vollends mit den Hunden beschäftigt.

Vielen Dank für eure Antworten.
Wie gesagt.. es ist die "erste Eingewöhnung" in dem Sinne dass es zu Problemen kommt. Und ich hatte etwas Angst, dass Scarletts Verhalten ein Anzeichen ist, dass sie so gar nicht glücklich mit der neuen Spielgefährtin ist. Sie ist so.. "besitzergreifend" und total auf mich fixiert. (Ich habe ja die Hoffnung dass sich das nun bessert.) Und ich hatte die Angst, dass ich sie mit der Entscheidung zu einem zweiten Hund nur "traurig" mache. Aber ich denke inzwischen hat sich das gelegt und sie hat begriffen, dass die Kleine nicht "ihren Platz" (wortwörtlich) einnehmen soll. Wir haben uns soweit arrangiert, dass auch beide auf meinem Schoß "Ihren Platz" haben.

Zumindest die Kleine hat sich schon wunderbar hier eingelebt und ist richtig aufgeblüht. Sie hat schon die gesamte Familie um den Finger gewickelt (sogar meinen Bruder als er zu Besuch war)

Mit unsrem "großen" Ilios versteht sie sich auch super. Ich glaube sie ist verliebt. :)
Da gibt es kein Halten mehr wenn sie ihn sieht.

Scarlett hat nun wohl "verstanden" dass die Kleine wohl nicht mehr so schnell verschwindet und nähert sich schon an. Beim aufstehen morgens schleicht sie sich schwanzwedelnd an und stuppst sie mit der Nase an. Ist schon fast wie ein "Morgenritual"

Beim Fressen gabs keine Probleme mehr. Schüsseln stehen nun weit voneinander entfernt und ich setze erstmal noch beide vor "Ihre" Schüssel.

Scarlett verteidigt ihre Sachen nun auch endlich richtig. Ein paar Mal gabs da schon richtig Krach. Wenns wirklich zu viel wird, hebe ich die Kleine weg.. Das ist meistens dann so wenn die Kleine Scarletts "Lieblingskuscheltier" entführen will oder in Scarletts Nähe kommt wenn diese eine Kaustange hat.

Bisher habe ich noch nicht groß angefangen die Kleine auf Sichtzeichen zu trainieren.. nur wenn wir draussen sind und sie rumläuft versuche ich das mit dem "Komm her" Sichtzeichen.

Bis jetzt war noch zu viel Unruhe um das trainieren anzufangen.
Da kommt dann die nächste Herausforderung auf mich zu :)

Soll ich da besser einzeln mit ihr trainieren? Oder ist es da besser Scarlett dabei zu haben?

Marty
10.04.2012, 20:51
Hi Mona,

es tut gut zu lesen, dass sich bei Euch langsam aber sicher alles einspielt ... :smile2:


Scarlett verteidigt ihre Sachen nun auch endlich richtig. Ein paar Mal gabs da schon richtig Krach. Wenns wirklich zu viel wird, hebe ich die Kleine weg.. Das ist meistens dann so wenn die Kleine Scarletts "Lieblingskuscheltier" entführen will oder in Scarletts Nähe kommt wenn diese eine Kaustange hat.

Lieblingskuscheltiere, begehrtes Spielzeug und Kaustangen würde ich vorerst auch nur unter Aufsicht geben. Je weniger Anlass es gibt sich zu zoffen umso besser für das Verhältnis auf Dauer ... :smile2:

Wenn die Mädels sich richtig aneinander gewöhnt haben, kannst Du ja diese Dinge nach und nach wieder zur freien Verfügung stellen.

Soll ich da besser einzeln mit ihr trainieren? Oder ist es da besser Scarlett dabei zu haben? Och, machs doch mit den Mädels gemeinsam, Sichtzeichen kombiniert mit Lautzeichen. Auf diesem Weg lernt auch Scarlett die Sichtzeichen ... und die Kleine die Mimik begleitend zu den Sichtzeichen.

Ist auf Dauer einfacher für alle Beteiligten (Mensch und Hunde), wenn mit lediglich "einer Sprache" kommuniziert wird ... :j:

Capi
11.04.2012, 14:53
Hi, ich finde es auch praktisch einige Sachen gemeinsam zu trainieren. Gerade wenn es um Essen oder Spielzeug geht, ist es mir wichtig, daß die Hunde lernen, wann sie an der Reihe sind. Grüße, Linda mit Tara, Capriora und diversen Hundegästen.