Behinderte Hunde Forum

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Alt 07.10.2017, 20:08   #1
Sonnenschein
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Standard Kommandos für Blinde

Hallo,

Wir haben folgende Kommandos:

Bleib(laut gesprochen) - Hund bleibt, wo er ist
Stopp(laut gesprochen ) - Hund bleibt stehen
Langsam (ruhig und langsam gesprochen) - Hund bremst ab
Hindernis (normal gesprochen ) - Hund tastet vorsichtig
Hör (freudig gesprochen) - Hund lauscht
Vorsicht (normal gesprochen) - Hund tastet vorsichtig
Hier (laut gesprochen) - Hund kommt
Komm (normal gesprochen) - Hund läuft mit

Das sind die Kommandos, die wir täglich üben. Manchmal klappt es, manchmal nicht.😉 Sitz, Platz habe ich versucht. Kriegen wir nicht hin. Sehe auch keinen Sinn in Sitz und Platz.

Lg Katrin mit ihren Jungs 🐩🐩
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Alt 12.10.2017, 19:46   #2
Laila
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Hallo und Dankeschön!!!

Nur zur Info: Wir hatten vor Jahren mal was zusammen getragen und hier mal der Link: http://www.behinderte-hunde-forum.de...ead.php?t=5655

Ich finde es ganz toll, das Du mit Deinen Hund die Kommandos einübst.
Weiterhin viel Spaß abei.
__________________
Liebe Grüße
Claudia

Und Laika im Herzen
Auch Blinde können sehen, nur anders.
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Alt 12.10.2017, 21:33   #3
Sonnenschein
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Danke Laila. Habe ich gelesen. 👍Picke mir einige Kommandos raus.😉

Oscar, Bennys Bruder, holt ihn jetzt oder bremst Benny, in dem er Benny kurz anstösst und dann zu mir läuft. Hat sich paarmal so ergeben. Wenn ich zu Oscar "Hol Benny" sage, läuft er zu Benny, tippt ihn mit der Schnauze an und dann kommen beide zu mir. Ich finde es gut.

Aber ist das richtig oder Dominanz?

Sind Blinde Hunde schnell frustriert beim Spielen?

LG Katrin mit ihren Jungs 🐩🐩
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Alt 13.10.2017, 19:26   #4
Laila
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Hallo Katrin,

ist ja toll das die beiden Hunde sich gegenseitig helfen. Ich würde das ganz locker sehen.

Ist ja auch nicht bei jeden Hundegespann so und bei meiner Laika ging es eh nicht... Hatte damals auch gedacht ich gucke nach einem Kumpel für sie, aber das wäre nicht gut gegangen und ich stand mit meiner Meinung nicht alleine für sie da.

Ich denke auch mit Dominanz hat das nichts zu tun, sondern die mögen und helfen sich :-)

Beim Spielen mit dem Klingelball usw. war Laika eigentlich nicht ungeduldig. Aber manchmal war sie schon frustriert, wenn sie mit anderen Hunden spielte und die dann immer weg waren... Sah für mich lustig aus und wenn es ihr zu viel wurde habe ich sie abgelenkt, dann ging es auch wieder.

Dann wünsche ich Dir viel Spaß und Glück mit Deinen Hunden!!
__________________
Liebe Grüße
Claudia

Und Laika im Herzen
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Alt 14.10.2017, 12:11   #5
Sonnenschein
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Hallo Claudia,
Man hatte mich gewarnt, bei Mehrhundehaltung, Geschwister zu nehmen. Aber mein Gedanke war, wenn blind, dann würde ich doch dem Vertrauen, mit dem ich aufgewachsen bin. So kam Oscar zu uns. Benny orientiert sich nicht an Oscar. Also ein Zweithund ist gar nicht notwendig. Der Vorteil ist, ein Spielkamerad zu Hause. Gute Sozialisierung unter Hunden. Bei fremden Hunden ist Vorsicht geboten. Nicht jeder hat ein dickes Fell.😉 Oscar weiß, das Benny ihn umrennen kann. Beim Spielen tippt Oscar Benny immer an. Am Schwanz, an der Schnauze. Und dann Rennen sie.
In der Hundeschule beschnuppern sich alle und fangen an, zu spielen. Wir sind in der kleinen Gruppe. Nach einer Zeit laufen alle umher und Benny horcht und steht. Wenn mal ein Hund vorbeiläuft, will er hinterher und macht so komische Geräusche. Kein Knurren. Aber ich habe das Gefühl, das er hinterher will, aber nicht kann. Danach irrt er rum und sucht mich. Dann legt er sich hin und Oscar kommt auch zu uns. Die anderen Hunde interessieren die beiden nicht mehr. Die Trainerin meint, das ist die starke Bindung unter Geschwistern. Aber sie findet es wichtig, das Treffen mit den anderen Hunden. Zumal alle Teilnehmer von Bennys Handicap wissen. Benny tut mir immer leid, wenn er so alleine auf dem Feld steht.

LG Katrin mit ihren Jungs 🐩🐩
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Alt 14.10.2017, 18:06   #6
Laila
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Hallo Katrin,

ja ich kann Dich gut verstehen, wenn Du schreibst:
"Er (Benny) tut mir Leid, wenn er a so alleine steht und mit den anderen nicht mithalten kann."

Auch ich mußte lernen, das es für den Hund garnicht so arg schlimm ist und das so was immer wieder vorkommen kann. Auch für uns Menschen ist es ein Lernprozeß wie wir mit unseren behinderten Hunden umgehen und was wir (Hund & Mensch) daraus machen.

Wie alt ist Benny denn und wie oft geht ihr in der Woche in die Hundeschule?

Denn meine Laika war bereits 8 Jahre alt wo sie komplett erblindete, also im besten Alter. Auch bei uns war alles am Anfang ein Lernprozeß mit Höhen und Tiefen; und viele haben erst garnicht gewusst das Laika blind ist. Manchmal waren die Gespräche schon lustig und dann fingen die meisten an "der arme Hund..." Daraufhin immer wieder die selbe Gegenfrage von mir, warum ist der Hund arm, nur weil die Augen Krank sind? Er hat doch noch seine Nasse, Ohren und seine Bezugsperson.
Wie ist das denn beim Menschen, die gehen doch auch mit ihrer Blinddheit fast ganz normal um! Und das habe ich immer wiederholt, auch wenn ich es nicht mehr hören konnte; aber anders haben die Menschen es hier nicht verstanden... Ach darüber könnte ich noch einen Roman schreiben. Will ich aber nicht, denn bei mir streuben sich wieder die Nackenhaare, so wie früher....

Ich finde es auf jeden Fall ganz toll, ob Geschwister oder nicht, das die Beiden sich verstehen und Oskar den Benny anstubst; auch das Benny Dich sucht.
Einfach Toll/Klasse
Bei Dir habe ich das Gefühl es läuft alles gut und rund.
Ich freue mich mit Dir und wünsche Dir und Deinen Fellnasen weiterhin viel viel Glück
__________________
Liebe Grüße
Claudia

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Alt 15.10.2017, 15:03   #7
Sonnenschein
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Hallo Claudia,
Benny ist ein Jahr und sieben Monate alt. Er ist von Geburt an blind. Ich habe ihn beim Züchter gekauft. Er war so schön, als ich ihn gesehen habe. Habe ne Woche überlegt, ob ich ihm gerecht werde. Aber ich konnte nicht anders. Als Zweithund wollten wir wieder einen Shih Tzu. Haben uns Welpen angeschaut. Nein Danke. Wir hatten vorher einen Shih Tzu. So konnten wir vergleichen. Den Pudelzüchter kannte ich schon, weil ich einen Zweithund für meinen Shih Tzu suchte. Klappte aber nicht. Der Prinz wollte Einzelhund bleiben. Die Züchter rieten auch vom Zweithund ab. Das fand ich gut. Blieben im Kontakt. Als Joy letztes Jahr verstarb (das Herz und Kopfschiefhaltung), zog Benny bei uns ein. Ich glaube durch die Erkrankung von Joy, habe ich mir den blinden Hund zugetraut.
Zum Anfang war es sehr schwierig. Drinnen super, draussen Katastrophe. Aber wenn ich ehrlich bin, haben mich die Kommentare von Leuten genervt. Auch Hundehalter. Aber die Hundehalter, die vom Tierschutz Hunde haben, hatten immer Verständnis. Ich verstehe sowieso nicht, warum man fragen muss, wieso ist der Hund blind. Es ist doch Tatsache. Mich hätte interessiert, wie kommt der Hund damit klar. Komisch. Jedenfalls interessierte mich das. Aber was soll's. Bei Gassirunden mit Tierheimhunden wird man ja auch beäugt, was für ne Bestie jetzt kommt. Schlimm. Eigentlich müsste man sagen, was machst du denn hier auf dem Erdball, du Umweltverschmutzer?😉
Nun wieder zu Benny, Oscar und mir, du hast recht, wir sind ein gutes Team. Benny lebt von Anfang an mit seinem Handicap, was sein Vorteil gegenüber erblindeten Hunden ist. Ich liebe meine Hunde und mache mir Sorgen. Er wird ausgeschlossen aus der Gruppe, was mein Problem eigentlich ist. Er ist eben kurz frustriert, weil er nicht so toben kann, wie die anderen. Aber das ist nur alle 2 Wochen. Die Trainerin meinte auch, das Nasenarbeit für Benny in Frage kommt. Sie gibt sich mit uns sehr viel Mühe. Überlegt sich was. Pudel hat sie selten im Kurs.
So, jetzt habe ich einen ganzen Roman geschrieben. 😮
Wünsche allen einen schönen sonnigen Sonntag.

LG Katrin mit ihren Jungs 🐩🐩
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Alt 15.10.2017, 19:24   #8
Laila
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Hallo Katrin,

ich glaube durch unsere Beziehung zu dem blinden Hunden Fragen wir uns vieles und vieles läßt sich einfach nicht beantworten, da der blinde Hund nicht mit uns reden kann. Wir sollten unsere Hunde so nehmen wie sie sind und der Hund denkt ja eh in hier und jetzt, somit bleibt uns maches eben verborgen.
Ich finde es toll, das Deine Trainerin Dich so gut unterstützt und Nasenarbeit ist bestimmt etwas tolles. Mit Laika hatte ich später auch immer solchen Suchspiele gemacht und da war siche ganz glücklich, also rann ans suchen... Es reichen ja schon 3-4 Joghurtbecher, wo irgendwo ein Leckerlie drunter liegt. Sie muß dann warten bis sie suchen darf und den Becher anzeigen (später auch selber undrehen)...
Beim Lesen Deiner Zeilen fiel mir spontan noch etwas ein, vorüber ich mich immer wieder aufgeregt hatte. Wenn ich Leute mit ihren Hunden länger nicht gesehen hatte, dann wurde ich immer wieder gefragt: "Kann sie wirklich nicht sehen und/oder kann man da wirklich nichts mehr machen?" Meine Gegenfrage war dann: "Wie soll das gehen, wenn der Hund keine Augen mehr hat?" Oft viel es mir aber schwer freundlich zu sein, da die Fragen immer wieder von den selben Personen gestellt worden sind. Nun ja, das kam gerade so hoch bei mir und ich wünsche es keinem solche Aussagen.

Jetzt hoffe ich das Du mit Deinen 4-Beinern einen sonnigen Sonntag erleben konntest und schicke
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Liebe Grüße
Claudia

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