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Alt 20.04.2005, 22:37   #1
Kim
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Standard Blind und behindert, was kommt auf uns zu?

Hallo zusammen,

wie ich in meiner Vorstellung schon schrieb, habe ich durch einen ganz blöden Zufall (oder nennen wir es mal Schicksal) am vorigen SA den Weg in unser TH gefunden. Da fiel mir Jamie auf. Gestern habe ich sie nachmittags zum Gassi mitgenommen. Meine Jungs reagierten sehr feinfühlig auf sie (kenn ich von den trampeln so eigentlich nicht [img][/img] ). Kurz gesagt, die Kleine hat so einen Charme dass ich mein Mitleid mit ihr glatt vergaß und den Hund in ihr sah. Sie strahlt mit ihrem Körper eine Lebendigkeit aus und das obwohl sie es so schlecht hatte.

Sie ist nun 9 Monate alt. Ein Schäferhund-Mix. Aber der Schäfer schaut durch, mit rotbraunem Fell und schwatten Stichelhaaren und süßen Stehohren. Sie läuft wie auf Eiern. Hat keine Muskeln. Die rechte Vorderpfote ist deformiert. Die Rippen waren mehrfach gebrochen, ebenso wohl andere Stellen an ihrem Körper. [img][/img] Ihre Blindheit kommt durch eine Innenauginfektion die von den Vorbesitzern nicht behandelt wurde. Dadurch wurde sie blind.

Die Blindheit und die deformierte Pfote werden bleiben. An dem Rest kann und muss man arbeiten.

Am Freitag macht das TH eine Ausnahme, ich darf Jamie abholen und sie erst am nächsten Tag wieder zurück bringen. Mein LAG möchte sie gerne kennen lernen und ich muss wissen wie meine Jungs zu Hause auf sie reagieren. Wir hatten zwar schon Pflegehunde hier und sie haben das prima gemeistert, aber ich muss mir einfach sicher sein, dass meine eigenen Hunde auch glücklich mit ihr wären. Da ich meine Jungs gut kenne, reicht mir da ein Tag aus. Die zwei sind eben Männers, extrem leicht zu durchschauen [img][/img]

Ups, langer Text, aber meine eigentliche Frage,was würde in Zukunft auf uns zukommen? Wie ist das tägliche Leben mit einem Blindfisch?
Sollten wir sie zu uns nehmen, wäre es für Jamie ein Problem dass wir in nur drei Wochen in Urlaub fahren und das nach Frankreich? Würde sie das schaffen? Nur drei Wochen hier bei uns und dann auf große Fahrt? Logisch kommen unsere Hunde immer mit in Urlaub, ohne geht gar nie niemals.

Danke Euch fürs zuhören [img][/img]
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liebe Grüße Heike mit
Jamie, Aston, Indiana und
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Die Wahrheit siegt durch sich selbst. Eine Lüge braucht stets einen Komplizen.

(Epiktet)






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Alt 20.04.2005, 22:48   #2
Quatrelle
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Standard Re: Blind und behindert, was kommt auf uns zu?

Hallo Heike,

da müßte man doch noch ein wenig mehr wissen, also Fazit: Du hast noch zu wenig geschrieben!
Wie läuft sie an der Leine und wie hat sie sich bei Euch zuhause verhalten? Ist sie extrem unsicher oder hat sie genügend Selbstbewußtsein?
Die Jungens wissen wahrscheinlich besser als Du, was mit der Kleinen los ist, daher werden sie sie auch nicht so anrüpeln, vielleicht auch jetzt noch nicht!
Erst wenn Du gesehen hast wie sich sich im Haus macht, kannst Du entscheiden, ob es richtig ist, sie mit zu nehmen, wobei ich trotz allem dazu tendiere, sie mit in den Urlaub zu nehmen. Das Wichtigste für Seh-Nix-Hunde ist das Vertrauensverhältnis zu dem übrigen Rudel und hierzu ist doch so ein Urlaub, wo alle Zeit füreinander haben mehr als geeignet. Wenn Dir die Maus erst einmal vertraut, dann kannst Du sie überall mit hinnnehmen. Wie lange das dauert, naja, das wird das Blindfischchen bestimmen.
Aber das hört sich doch alles schon recht gut an und die beiden Jungs werden ihr auch die notwendige Sicherheit geben.

Wo fahrt Ihr denn hin? Würde mich mal interessieren, weil mit drei Hunden es nicht immer einfach ist, eine Unterkunft zu finden.

Also im Ergebnis bin ich dafür, dass sie mitfährt.

Ganz liebe Grüße

Quatrelle
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Alt 20.04.2005, 23:02   #3
Kim
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Standard Re: Blind und behindert, was kommt auf uns zu?

</span></p><div style="margin:20px; margin-top:5px"><span class="smallfont">Zitat:</span><table class="tablebgcolor" cellpadding="4" cellspacing="1" border="0" width="100%"><tr class="quotecolor"><td><span class="normalfont">
Quatrelle schrieb am 20.04.2005 21:48
Wie läuft sie an der Leine und wie hat sie sich bei Euch zuhause verhalten? Ist sie extrem unsicher oder hat sie genügend Selbstbewußtsein?</span></td></tr></table></div>

<span class="normalfont">




Hier zu Hause hatte ich sie ja noch nicht. Hole sie ja am Freitag erst ab zum testen. Beim Gassi hat sie nicht an der Leine gezerrt. Wenn ich sie rief, mit der Hand an mein klatschte, kam sie an und schaute was ich denn möchte. Und Leckerchen nahm sie mit Seidenzunge, meine Jungs sind eher die Hack-die-Hand-ab-Fraktion [img][/img] Wenn Aaron losspurtete, dann wollte sie ihm nach, aber sobald die Leine straff war, hielt sie inne.

</span></p><div style="margin:20px; margin-top:5px"><span class="smallfont">Zitat:</span><table class="tablebgcolor" cellpadding="4" cellspacing="1" border="0" width="100%"><tr class="quotecolor"><td><span class="normalfont">
Das Wichtigste für Seh-Nix-Hunde ist das Vertrauensverhältnis zu dem übrigen Rudel und hierzu ist doch so ein Urlaub, wo alle Zeit füreinander haben mehr als geeignet.</span></td></tr></table></div>

<span class="normalfont">




Genau das ist auch mein Gedanke. Es ist zwar wieder dann eine fremde Umgebung, aber wir haben 24 Stunden am Tag zur Verfügung uns kennen zu lernen. Dass sie noch gar keine Kondition hat ist egal, denn ich mache eh im Urlaub mit Aaron immer einen getrennten Ausflug, da Kimba das Tempo von Aaron nicht mehr halten kann. Klar, ist ja auch schon Oldie. Jamie wäre somit dann auch nie allein, sondern mit Kimba und LAG. Für 2 Stunden am Tag [img][/img]

Mich interessiert, orientieren sich die blinden Hunde eher an den bereits vorhandenen eigenen Hunden oder auch vermehrt am Mensch? Zu meinen Jungs habe ich eine sehr starke Bindung, von daher glaube ich dass sie sich das abschauen würde.

</span></p><div style="margin:20px; margin-top:5px"><span class="smallfont">Zitat:</span><table class="tablebgcolor" cellpadding="4" cellspacing="1" border="0" width="100%"><tr class="quotecolor"><td><span class="normalfont">
Wo fahrt Ihr denn hin? Würde mich mal interessieren, weil mit drei Hunden es nicht immer einfach ist, eine Unterkunft zu finden.</span></td></tr></table></div>

<span class="normalfont">




Das ist super einfach mit drei Hunden. Frankreich [img][/img] wer da ohne Hund hinfährt ist schon ne Kuriosität. Holland ist ebenso gut und Dänemark auch. In Holland haben wir ein kleines Ferienhaus, das würde ihr sicher auch gefallen.
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Alt 20.04.2005, 23:30   #4
Emma
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Standard Re: Blind und behindert, was kommt auf uns zu?

</span></p><div style="margin:20px; margin-top:5px"><span class="smallfont">Zitat:</span><table class="tablebgcolor" cellpadding="4" cellspacing="1" border="0" width="100%"><tr class="quotecolor"><td><span class="normalfont">
Kim schrieb am 20.04.2005 22:02
Das ist super einfach mit drei Hunden. Frankreich [img][/img] wer da ohne Hund hinfährt ist schon ne Kuriosität. Holland ist ebenso gut und Dänemark auch. In Holland haben wir ein kleines Ferienhaus, das würde ihr sicher auch gefallen.</span></td></tr></table></div>

<span class="normalfont">




hört sich gut an. vielleicht hast du ja ein paar tipps (vermieter/gegend) für uns ?

und zu dem rest: ich bin echt gespannt, wie die süße sich bei euch macht und furchtbar neugierig. erstatte ja bericht wie alles gelaufen ist [img][/img]
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Alt 21.04.2005, 00:03   #5
Marty
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Standard Re: Blind und behindert, was kommt auf uns zu?

Huch, Evelin, was ist mit deinem Posting passiert?? [img][/img]
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Martina

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Alt 21.04.2005, 14:27   #6
Quatrelle
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Standard Re: Blind und behindert, was kommt auf uns zu?

Hallo Heike,

da hast Du ja sooooo recht. Mit unserer Nala war Frauchen auch in Südfrankreich vor ein paar Jahren und Nala war überall der Mittelpunkt.

Wahrscheinlich wäre unser französicher Hütehunde Columbo dort echt der Star.
Aber - wie gesagt - mit drei Hunden ist es dann nicht mehr so einfach. Daher wären Dir hier glaube ich ganz viele ganz dankbar, wenn Du Adressen und Vermieter verraten würdest.....??? Wir hatten eine Adresse in Güstrow, direkt am See, ein wunderschönes Haus, da wollten wir alle hinfahren, mußten wir aber immer wieder stornieren, weil alles mögliche dazwischen kam.....naja, und dann sind da ja uch diese Langohren, die man so schlecht mit in den Urlaub nehmen kann......


Nun nochmal zu Deinem "Sorgenkind". Das hört sich alles klasse an. Unser Columbo kreiselt immer an der Leine, wenn er unsicher ist und wenn er ganz unsicher ist, dann läuft er einfach nicht weiter.

Columbo hat sich unsere Nala als Orientierung gesucht. Das hat solch schlimme Ausmaße angenommen, dass er immer in Körperkontakt zu ihr sein will und sie dabei oft anrempelt oder auch im vollen Rennen gegen die Hauswand drückt. Nala hat echt ein wenig Angst davor auch wenn sie ihn ansonsten erzieht und recht vorsichtig mit ihm ist. Ich will damit sagen, dass er sich wesentlich mehr ihr gegenüber erlauben kann als ich es jemals dürfte. Ich bekomme dann immer sofort Prügel von ihr.

Unser Columbo hat aber eine - so galueb ich - gleich enge Bindung zu unserem Frauchen. Dass Deine beiden Jungs eine enge Bindung zu Dir haben, ist mit Sicherheit von Vorteil, da hast Du vollkommen recht, dass sie das übernehmen wird.
Frauchen macht das immer so, dass sie eine Zeit mit uns allen gemeinsam verbringt und sich auch ganz viel Zeit mit Columbo alleine nimmt.

Unser blinder Fridolin wie auch Columbo waren völlig eigenständig in der Hundeschule und mein Onkel Fridolin war bis zu einem Jahr in der Welpenstunde, weil wir da einen ttotal netten Trainer hatten und mit den anderen Hunden hat dann auch mein Onkel Fridolin gelernt, in die Stadt zu gehen. Daran hat Frauchen dann angeknüpft und ist oft mit ihm alleine und ohne uns in die Stadt gegangen. Sie hat dann immer gesagt, es sei viel einfacher mit Fridolin als mit uns, weil sie Fridolin vorne im Eingang des Geschäftes ablegen konnte und er hat dort gewartet bis sie ihn wieder abgeholt hat. Das ginge mit uns, d.h. mit Nala und mit mir nicht so ohne weiteres.

Mit Columbo müssen wir das noch üben. Er hatte auch nicht so eine gute Hundeschule wie Fridolin. Sei darauf vorbereitet, dass sie sich vielleicht, wenn sie ein Restaurant oder irgendwas nicht kennt, sich einfach hinlegt und Du sie hereintragen mußt.

Außerdem kann es sein - aber muß nicht -, dass sie das Bellen der anderen Beiden mißversteht, weil sie ja den anderen Hund oder das Ereignis, das zum Bellen enregt, nicht versteht, und es möglicherweise auf sich bezieht. Wenn Nala und ich schon mal bellen, weil wir uns freuen, ist es jedenfalls mit Colum bo schonmal zu Mißverständnissen gekommen, dass der dann anfängt, uns zu mobben. Das hat aber Fridolin nicht gemacht.
Es ist halt immer unterschiedlich und hängt vom Charakter des Hundes ab.

Boh, das war wieder viel.
Ganz liebe Grüße

Dein Quatrelle
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Alt 21.04.2005, 14:56   #7
Emma
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Standard Re: Blind und behindert, was kommt auf uns zu?

</span></p><div style="margin:20px; margin-top:5px"><span class="smallfont">Zitat:</span><table class="tablebgcolor" cellpadding="4" cellspacing="1" border="0" width="100%"><tr class="quotecolor"><td><span class="normalfont">
Marty schrieb am 20.04.2005 23:03
Huch, Evelin, was ist mit deinem Posting passiert?? [img][/img]</span></td></tr></table></div>

<span class="normalfont">




DAS wüsste ich auch gern. wollte gestern schon nachfragen, nur nachdem ich meinen text im eingabefeld stehen hatte, und noch einmal runterscrollte war er okay.
ist er jetzt übrigens auch *wunder*

und ... wo wir schon einmal bei den bugs sind: funktioniert bei euch das vorschaufenster ? ich komme nur immer wieder auf die forenübersicht [img][/img]
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Alt 21.04.2005, 16:10   #8
Kim
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Standard Re: Blind und behindert, was kommt auf uns zu?

Erstmal Danke für Eure Antworten und ich hab schon wieder eine Frage. Ich kenne es nicht anders als das ich meine Jungs immer frei laufen lasse. Natürlich würde ich Jamie anfangs nicht von der Leine lassen (ausser im Garten) aber wie sieht das später dann aus? Gibt es das besonderes zu beachten? Denn nur Leine gibbet bei mir nicht. [img][/img]

Ach so, Nachtrag. Der Urlaub.
www.flughund.de
www.novasol.de
www.sonneundstrand.de

Das sind super Hundeanbieter, auch für mehrere und große Hunde [img][/img]
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Kim ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2005, 17:19   #9
Marty
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Standard Re: Blind und behindert, was kommt auf uns zu?

Hi Evelin,

ich hab mir vorhin dein "verrutschtes" posting noch mal genauer angesehen. Da sind einige "quote" und "unquote" Befehle, die bei den Zitaten benutzt werden. Vielleicht hilft das Entfernen zweier dieser Befehle, deinen Beitrag "normal" erscheinen zu lassen. Will dies aber nicht ohne deine Zustimmung versuchen [img][/img]

Der zweite Punkt, die "Vorschau", funktioniert auch bei mir nicht. Es wird einfach ein neues Fenster mit der Übersichtsseite geöffnet. Komisch!!! [img][/img]

Aber sonst scheint hier alles weitere normal zu sein [img][/img]

Rätselnde bzw. ratlose Grüße

Martina




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Marty ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2005, 17:30   #10
Tina
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Standard Re: Blind und behindert, was kommt auf uns zu?

Hallo Heike,
muss dich jetzt auch noch schnell begrüssen [img][/img]

Fast drei Jahre lang hatte ich einen blinden Mitbewohner, Jesse, vor knapp 3 Wochen hab ich ihn auf die
Regenbogenbrücke schicken müssen, fast 13 Jahre ist er alt geworden - wenn es dich interessiert, kannst du auch einiges auf meiner HP nachlesen.
Wegen deiner Frage, hm, da könnte ich dir jetzt Romane schreiben.
Angst brauchst du auf jeden Fall nicht zu haben - die Hunde kompensieren Blindheit sehr
schnell und gut.
Erst mal schauen, wie sie so drauf ist. Ist sie ängstlich, schüchtern, verstört, freundlich, aufgeschlossen etc pp???
Man muss unterscheiden, sind die Hundis von Geburt an blind oder plötzlich oder schleichend langsam wie es bei Jesse war.
Jesse ist nie ängstlich gegenüber Menschen gewesen, er hatte eh einen unverwüstlichen Charakter. So fiel es mir leicht ihn anzuleiten.
Dass er sich an anderen Hunden orientiert, konnte ich nie feststellen - einzig und allein an mir. D.h. dann über das Gehör.
Du kannst blinden Hunden allerlei beibringen. Nicht nur Sitz!, Platz!, etc. sondern ganz ganz
wichtig erstmal das Halt! oder Vorsicht! o.ä.
Ziel ist, dass der Hund bei Gefahr sofort!!! stehenbleibt.
Gefahren sind Stolperfallen wie Gehwege, Gräben, alles halt, wo der Hund hinfallen könnte.
Es gibt blinde Hunde, die machen sogar Agility!
Man kann antrainieren Rechts! und Links! usw. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Supersupersuperwichtig ist folgendes:
Den Hund niemals bemitleiden!!!!!
Nur das Selbstvertrauen stärken und sonst gar nix. Niemals "armer Hund" etc!!!
Man muss natürlich drauf achten, dass sie nur Kontakt mit absolut sozialen und freundlichen Hunden hat.
Stell dir vor, ein Hund liegt auf dem Boden und hält ein Schläfchen, und das Blindie tritt halt
voll drauf. Klar, was dann passiert, oder?
Das Blindie sieht auch nicht, wie die Kollgegen so drauf sind, Mimik etc.
Noch wichtig, nicht ständig Möbel umrücken, Spielzeug überall rumliegen lassen oder Schuhe etc.
Ableinen ist eigentlich bei einem Blindie kein Thema, sie bleiben am Besten in deiner Nähe ;-)
Du glaubst nicht, wie schnell sie sich orientieren.
Am Anfang auch nur mit langer Leine, bis sie alles kennt. Die Blindies schnüffeln sich
alles ab, alles! Und dann kennen sie sich aus. Egal, ob drinnen oder draussen.
2 oder 3 x dagewesen und Jesse kannte sich aus :-)
Auch nicht immer dieselben Gassiwege gehen.
Am Anfang schon, klar! Aber später nicht mehr.
Jesse hasste es geradezu, wenn ich 2x denselben Weg hintereinander lief.
Hm, ich könnte noch viel erzählen.
Wichtig ist natürlich Verständnis, und das man damit umgehen kann.
Z.T. hört man auch blöde Kommentare - damit muss man umgehen können.
Ging ich auf bekannten Wegen Gassi, merkte niemand!!!, dass Jesse blind war *g*
Wenn man sich für so einen Hund entscheidet, hat man schon eine Aufgabe, in die man
aber ganz schnell hineinwächst.
Wie gesagt, erstmal Vertrauen herstellen, der Rest kommt dann schon.
Jesse ging auch mit ins Restaurant usw., konnte selbst 1/4 gewendelte Treppen laufen!
Jesse hat nie!!! gequietscht oder so, wenn er mal hinfiel, weil ich zu langsam war.
Aufstehen, schütteln, weiter!
Am Anfang hatte er ziemliche Angst vor draussen, wollte nicht Gassi gehn, nur in der Wohnung bleiben.
Die ersten Wochen ging ich dann viel mit einer Freundin und deren lieben Hündin Gassi,
wir bauten das langsam aus, 10 Minuten, 15 Minuten usw.
Als er richtig fit war, gingen wir auch schon mal 12 km! :-) (immerhin war er da schon im 10. Jahr)
Da ich in einer Mietswohnung lebe, ging es halt nicht anders, da musste er durch.
Aber wie gesagt, man sollte sie nicht vom Leben fernhalten, sondern ranführen ;-)
Hoffe, es ist alles gut rübergekommen!
Mit jedem seiner Hunde hat man ja eine wundervolle Beziehung.
Zwischen dir und deinem gehandicapten Hund ist es aber was ganz besonderes...
Liebe Grüsse,
Tina
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