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Alt 28.11.2015, 23:36   #11
Theo
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Zitat:
Zitat von Martecito Beitrag anzeigen

Ableinen kann ich ihn nicht, da er null Gefühl hat für Abstände, Höhen etc. - er hört zwar, aber wenn ich nicht aufpasse wie ein Schießhund fällt er iwo runter oder läuft iwo dagegen beim Schnüffeln...*

Ich würde erstmal abwarten, ob sich das Verhalten bessert. Er ist ja noch nicht lange bei dir. Ansonsten, rate ich wirklich zum CT/Mrt, um sicher zu sein, dass keine es Veränderungen im Gehirn gibt.

Alles Liebe und Gute für Marte!

LG
Anja mit 3 Bein Theo und Abby
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Alt 30.11.2015, 13:34   #12
Martecito
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@quelly: Ich hab das jetzt mal gegoogelt. Also die basale Stimulation. Für Marte ist das aber leider nichts... er HASST es, wenn ihn iwas berührt beim Liegen und geht auch schon mal auf unbeteiligte Kissen und Decken los, wenn die ihn doof berühren...(selbst in narkotisiertem Zustand knurrt er sofort, wenn man ihn zudeckt...)

Ich hab mich schon vor Marte mit dem Thema Tellington Touch beschäftigt und da einiges gefunden, was er mag und was ihn auch entspannt. An guten Tagen. An schlechten Tagen muss ich ihn nur angucken und er hat schon schlechte Laune...grundsätzlich halte ich ihn bei Ausrastern an den Schultern fest und versuche dann kreisende Bewegungen mit der ganzen Handfläche durchzuführen. In der Regel fährt ihn das inzwischen ziemlich gut und schnell runter. Man muss aber auch genau wissen wann gut ist und wo man eben nicht hinfassen darf. (was z.B. auch einer der Gründe ist, weshalb ich da momentan noch keine/n THP ranlassen kann - zumal Marte fremde Leute ohnehin nicht in seiner Nähe lässt...)

Das mit dem Vitamin B spreche ich auf jeden Fall mal bei meinem Tierarzt an. Der ist eh gerade noch am Rumhören bzgl. eines neuen Präparates bzgl. Entspannung, was man vielleicht mal testen könnte.


@Elibob: ich denke auch, dass da Zeit und Geduld auch noch einiges bringen werden. Ich bin halt grundsätzlich auf der Suche nach Ansätzen um Marte zu helfen, nicht weil ich ihn anders haben will, sondern weil ich gerade bei seinen Ausrastern das Gefühl habe, dass es ihn eben belastet...und wenn es da Mittel und Wege gibt es ihm leichter zu machen, wäre das natürlich toll. Von meiner Seite aus kann er so bleiben wir er ist und meinetwegen den Rest seines Lebens ein Moffelkopp sein. Ich mag ihn wie er ist. <3


@Theo: Wie gesagt CT/MRT ist schon geplant. Zumal das bei ihm einfach ein komplexes Thema ist und ich mir nicht vorstellen kann, dass da nichts kaputt ist...wobei man halt nicht jedes "kaputt" auch sieht. Gerade im Kopf. Marte erfüllt z.B. alle Symptomatiken eines Borderliners, hat schizoide Anwandlungen und leicht autistische Züge. Alles nichts, was man sehen kann.


Kennt ihr zufällig Hundetrainer bzw. Trainingsansätze, die sich mit psychisch kranken bzw. geistig behinderten Hunden auseinander setzen? Bzw. in diese Richtung offen sind? Ich würde da auf lange Sicht schon gerne mal jemanden drauf gucken lassen. Zumal das ja ein Gebiet ist auf dem es sicher noch nicht viele Forschungen etc. gibt. Da kann Marte ja dann vielleicht auch was beitragen und ich was lernen.
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Alt 06.12.2015, 20:00   #13
Capi
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Hi,
also aus Hundetrainersicht machst du alles richtig. Er verträgt keinen Streß, er braucht Stimulation mittels Tellington und er braucht einen fest strukturierten Tagesplan. Das alles hat er ja bei Dir. Jetzt kannst nur noch warten, was die Zeit bringt. Die Autoaggression hat nichts mit epileptischen Anfällen zu tun, oder?
Manche Hunde muß man einfach so nehmen wie sie sind.
Grüßle,
Linda und die Rollitanzmaus Capriaora
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Alt 07.12.2015, 15:26   #14
Martecito
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Hallo Capi,

erst mal danke für deine Einschätzung!

Also Epilepsie ist bei Marte schon recht früh ausgeschlossen worden. Wobei in Spanien eben nicht alles so genau untersucht wurde, wie es hier zu lande möglich ist.

Ich versuche schon die ganze Zeit mal ein gescheites Video zu bekommen von einem seiner Ausraster, damit man es sich einfach vorstellen kann, was ich meine. Für einen epileptischen Anfall oder einen neurologischen Aussetzer ist das alles zu koordiniert und von ihm steuerbar (er lässt sich ja "rausholen", wenn man weiß wie). Für mich wirkt das eher wie massiv stereotypes Verhalten zur Stresskompensation, was in Extremfällen eben auch zu Selbstverletzung führt. Und oft genug ist es eine Gratwanderung zwischen echter psychischer Überforderung und einem Mecker-Pöbeln in "Aufmüpfiger Hund-Manier"...

Martes Hauptproblem ist, dass er Stress nicht verarbeiten kann bzw. nie die richtigen Mechanismen gelernt hat Stress auch mal auszuhalten und massiven Stress zu vermeiden. Er hat sich selbst Mechanismen zugelegt, die aber nicht funktionieren und ich muss jetzt nach und nach diese Mechanismen brechen und ihm Alternativen aufzeigen.

Ich weiß zwar nicht in wie weit ich ihn damit wirklich bis in die Tiefe erreiche, weil er mir schon beeinträchtigt scheint im Sinne einer "echten Behinderung", aber ich merke, dass es ihm zumindest hilft Ordnung in sein Kopfchaos zu bringen und in bestimmten Situationen eben doch schon das neu gelernte abzurufen und nicht die Muster der letzten Jahre.

Ein CT/MRT möchte ich eigentlich auf jeden Fall machen lassen, einfach um zu sehen ob und wie man sieht, was bei Marte im Oberstübchen nicht stimmt. Aber da es keine akuten Probleme gibt, habe ich das auf die Liste, der nicht so dringenden Dinge gesetzt.

Wie genau kann man eigentlich Epilepsie diagnostizieren bzw. ausschließen?
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Alt 07.12.2015, 18:15   #15
Klara
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Hallo,
Ich habe mit meiner Dreibeinigen Hündin Klara eine Epileptikerin
Epilepsie lässt sich eigentlich nur durch Ausschlußdiagnostik feststellen das heißt man macht alles mögliche an Untersuchung und muss dann sehen ob davon etwas zutrifft. Beim MRT oder CT klärt man meines wissen nach nur ab, ob etwas Tumorröses vorliegt und ist nicht ganz billig so 700-800€ muss man rechnen
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Liebe Grüße von Cornelia mit Lilly und Klara und Senta im Herzen

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Alt 08.12.2015, 13:19   #16
Martecito
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Hallo Klara,

also dann kann man bei Marte wohl schon Epilepsie ausschließen. Bluttechnisch haben wir alles Untersuchbare untersucht und ansonsten auch keine Anzeichen gefunden, dass es sich um neurologische Aussetzer handelt. Er ist halt eher verhaltenskreativ und lernverzögert oder wie auch immer man das nett umschreiben möchte...

CT/MRT zeigt meines Wissens nach auch auf, wenn z.B. die Nervenstruktur o.Ä. angegriffen ist bzw. wenn z.B. die Knochen- und Muskelstruktur auf iwelche Stoffwechselstörungen oder so hinweist. Naja, ich habe es auf meiner Liste, da Marte aber ohnehin momentan noch nicht wirklich soweit ist ihn in eine entfernte Klinik zu schleppen und das ganze Prozedere mitzumachen, stelle ich das mal hinten an.

Wir - also mein TA und ich - sind nun am Überlegen ob wir nochmal einen Anlauf mit Fluoxetin wagen. Wobei ich eigentlich froh bin einen medifreien und klaren (den Umständen entsprechend ;) )Hund zu haben und mir das gerne erhalten würde. Abzuwägen halt immer mit dem Gesichtspunkt, dass Marte es vielleicht dann mit Medis doch einfacher hätte...mal sehen. Vielleicht starten wir im Januar nochmal einen Medizyklus und gucken dann was passiert.
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Alt 10.12.2015, 12:48   #17
Capi
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Egal, ob sein Hirn so aussieht, wie das von anderen. Ich denke, du solltest sein Hirn langsam weiterbilden. Und da er seinen Streß mit körperlichen Aktionen (Autoagression, etc. ) zeigt, kannst Du vielleicht körperlich mit ihm arbeiten? Ich bei solchen Hunden total auf Tellington, basale Stimulation, Cavaletti oder auch einen kleinen Hindernisparcour im Wald. Dort könnte er nicht nur über Baumstämme kletter, er könnte sie auch sehen und riechen. Das hilft dem Gehirn sich weiterzuentwickeln.
Linda und das rollifahrende Einauge Caprioara
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Alt 29.01.2016, 10:37   #18
Martecito
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Hallo zusammen,

ich dachte, dass ich mich mal wieder melden könnte.

Marte macht weiterhin große Fortschritte und ich denke, wir sind auf einem guten Weg. Seit neustem sucht er nicht nur meine Nähe im Sinne von er geht hinter mich oder neben mich, wenn ihm was komisch vorkommt, sondern er sucht auch echte "Anlehnung" bei mir indem er ich an mich drückt! (bis dato war ein Berühren in Stresssituationen immer genau abzuwägen und oftmals endete es mit einem Wutanfall) Er lässt dann auch zu, dass ich seine Schulter oder seinen Rücken großflächig berühre und ihm somit signalisiere, dass ich da bin und alles gut ist! *freu*

Sein erster Schnee war für uns alle ein Erlebnis und ich war erstaunt wie umweltsicher er doch durch die weißen Massen raste! (er hat in der Regel mit Pflanzen aller Art, Steinen, verschiedenen Untergründen und Co so seine Probleme und bewegt sich nur ganz frei an seinen Buddelstellen und auf der großen Wiesenfläche im Garten) Er hat es richtig genossen und ich konnte das erste Mal echtes Spielen bei ihm beobachten! (sogar mit meiner kleinen schwarzen Kröte, die sonst eher sein Zick- und Ärger"objekt" ist *juhuu*)

Inzwischen sind wir tierärztlich nochmal auf einer neuen Spur. Da er eine Verletzung an der Pfote hatte und deshalb Schmerzmittel bekam, haben wir festgestellt, dass ihn bestimmte Medikamente deutlich aggressiver und unausgeglichener machen. Somit versuchen wir jetzt rauszufinden, ob er vielleicht irgendein Stoffwechselproblem hat und das dann seine eh schon aggressive/unsichere Grundhaltung beeinflusst. Aber bei den "normalen" Bluttest konnte man nichts finden, jetzt versucht mein TA grade eine Untersuchungsreihe zusammen zu stellen, die uns weiterhilft.

Anbei mal noch zwei Schneebilder von meinem kleinen Verrückten! <3

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Alt 29.01.2016, 11:17   #19
Theo
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Das sind ja tolle Nachrichten von Marte

Die Schneebilder sind klasse, wie er so niedlich durch den Schnee saust

LG
Anja mit 3 Bein Theo und Abby
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Alt 29.01.2016, 11:51   #20
Elibob
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Wie süß die Fotos sind. Und es wird doch immer besser. Prima
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Liebe Grüße
von Elisabeth mit Quando, Prinz und Dreibeinchen-Mara
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